Essstörungen - Onlineberatung | Essstörungen - Onlineberatung
Professionelle Beratung für Angehörige von Experten per Chat & Email - kostenlos, bundesweit, sicher, vertraulich und anonym. Ein Projekt von Waage e.V.
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Ein Angebot von Waage e.V.

Eine Essstörung belastet nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen. Die Erkrankung löst bei Angehörigen oft große Unsicherheit, Sorge, Schuld oder Ärger aus. Viele fühlen sich hilflos und alleingelassen. Unsere Onlineberatung richtet sich daher speziell an Eltern, Geschwister, Partner und andere Angehörige von Menschen mit Essstörungen – unabhängig davon, ob die/der Betroffene selbst in Behandlung ist. Bundesweit, schnell, sicher, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.

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Unsere Angebote

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Selbsthilfegruppen

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Buddy Coaching

Finden Sie eine(n) andere(n) Angehörige(n) für den regelmäßigen Austausch zu zweit.

Für Wen?

  • Für PartnerInnen

    Für PartnerInnen

    Für PartnerInnen eines Menschen mit einer Essstörung ergeben sich meist viele Fragen.

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  • Für Geschwister

    Für Geschwister

    Eine Essstörung bestimmt schnell den Familienalltag - das belastet auch Geschwister.

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  • Für Eltern

    Für Eltern

    Ist das eigene Kind an einer Essstörung erkrankt, ist man als Elternteil besonders gefordert.

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Das Projekt

Essstörungen haben sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zu einer der vorrangigen psychosomatischen Erkrankungen entwickelt. Erhebungen zeigen, dass etwa 5 Prozent aller Mädchen und jungen Frauen zwischen 14 und 35 Jahren an einer akuten Essstörung (v.a. Anorexie und Bulimie) leiden. Weitere 2 – 4 Prozent leiden an einer Binge-Eating-Störung. Aussagekräftige Zahlen zur Prävalenz von Essstörungen bei Jungen und jungen Männern gibt es derzeit nicht. Es wird geschätzt, dass 5 – 10 Prozent der Betroffenen Jungen bzw. Männer sind.

 

Bei einer Essstörung ist das Familiensystem stets mitbetroffen. Die Angehörigen, also Eltern und Geschwister, und mit steigendem Alter zunehmend PartnerInnen, erleben den Verlauf einer Essstörung direkt mit. Auswirkungen auf das Miteinander und das Alltagsgeschehen bleiben unvermeidbar.

 

Trotz der o.g. „Mitbetroffenheit“ erfahren Familienmitglieder eines an einer Essstörung leidenden Menschen im psychosozialen Versorgungssystem häufig nur eine punktuelle Unterstützung. Einmalige Beratungsgespräche im ambulanten Setting oder begrenzte Gesprächssequenzen in Fachkliniken (sofern der/die Betroffene überhaupt in Behandlung ist) sind längerfristig unzureichend und können den Bedürfnisse nach Informationen zu Essstörungen, emotionaler Entlastung und der Entwicklung konkreter Veränderungsschritte kaum abdecken. Der Bedarf nach niedrigschwelligen Kontaktstellen, längerfristigen Coaching-Angeboten und Selbsthilfegruppen wurde im Beratungsalltag bei Waage e.V. sehr intensiv nachgefragt.

Allein im Fachzentrum Waage e.V. in Hamburg haben sich im Jahre 2014 ca. 200 Angehörige zum Thema Essstörungen beraten lassen, davon viele online und von außerhalb Hamburgs. Somit entstand die Idee einer eigenen virtuellen Onlineberatung, speziell für Angehörige und unabhängig vom Wohnort.

 

Die Angebotspalette beinhaltet zum einen Email– und Chatberatung, bei der Angehörige in sicheren Chatrooms und geschützten Emailformularen im 1:1-Kontakt von uns beraten werden können. Darüber hinaus bieten wir Möglichkeiten, KlientInnen zu virtuellen Selbsthilfegruppen oder Buddy Teams aneinander zu vermitteln.

 

Ergänzt wird dieses Angebot durch einen Informationspool zum Thema Essstörungen, sowie eine Mediathek, mit der wir einen multimedialen und abwechslungsreichen Zugang zum Thema Essstörungen zur Verfügung stellen. Hier weisen wir nicht nur auf aktuelle interessante Projekte in Film, Fernsehen, Internet und Zeitung hin, sondern stellen auch unser eigenes Audio-Projekt „Essgeschichten“ vor. Bei „Essgeschichten“ handelt es sich um etwa 10-minütigen Podcasts, in denen Angehörige Einblicke in ihre Erfahrungen mit der Essstörung eines geliebten Menschen gewähren. Prominente geben dabei den Angehörigen ihre Stimme.

Eine „virtuelle Beratungsstelle“ speziell für Angehörige kann o.g. Versorgungslücken in einem ersten Schritt begegnen. Gerade von einer Essstörung betroffene Familien, die aufgrund regionaler Lage oder eingeschränkter Mobilität kein Zugang zu realer Beratung finden, können hier einfach und flexibel erste Unterstützung erhalten. Zudem ist die Auseinandersetzung mit einer Essstörung im familiären Umfeld noch immer mit großen Scham- und Schuldgefühlen verbunden – die Möglichkeit der virtuellen und zunächst anonymen Beratung kann Angehörigen erleichtern, den ersten Kontakt herzustellen und Wege aus der Isolation zu finden. Auch Verzögerungen im Aufsuchen von essstörungsspezifischen Hilfsangeboten können so vermieden werden (Studien zeigen: Menschen werden online in früheren Erkrankungsstufen erreicht).

 

Informations- und Beratungsformate auf virtueller Ebene können eine wirkungsvolle Ergänzung zu bestehenden ambulanten und stationären Hilfsangeboten im Bereich Essstörungen sein. Anders herum gesprochen ist psychosoziale Onlineberatung aus unserer Sicht in der Zukunft ein unverzichtbarer Teil eines bedarfsgerechten und integrativen psychosozialen Versorgungsnetzwerkes im Bereich Essstörungen.

 

Mit unserer virtuellen Beratungsstelle sprechen wir mitnichten nur die jüngere Generation an. Gängigen Statistiken zufolge hatten im Jahr 2013 bereits 76,5 % unserer Bevölkerung einen Zugang zum Internet. Unsere speziellen Beratungsformulare bieten hohen Datenschutz und sind sehr einfach zu bedienen und ähneln bekannten Mail- und Chatprogrammen. Menschen, die mit dem Internet noch fremdeln, bieten wir in Form einer Telefonsprechstunde auch gern eine kleine Einführung in die Onlineberatung an. Häufige Fragen zu Onlineberatung beantworten wir hier.

Unsere Hauptziele sind:

 

  • Informationen über Essstörungen individuell vermitteln und dabei helfen, die Dynamik einer Essstörung zu verstehen
  • Orientierung und Sicherheit durch fachlich fundiertes Wissen geben, um einen sichereren Umgang mit der Essstörung zu entwickeln
  • Unterstützung in der Gestaltung des Zusammenlebens bieten und helfen, eine neue Sprache und Umgang miteinander zu finden
  • Dabei helfen, Strukturen zu entwickeln, die die Selbsthilferessourcen aller Beteiligten aktivieren (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Angehörigen Entlastung bieten, Ohnmachts- und Schuldgefühlen im Zusammenhang mit der Essstörung entgegenwirken
  • einen Austausch mit anderen Gleichbetroffenen ermöglichen

Bei unserer Beratung gehen wir stets professionell und verantwortungsbewusst mit den Möglichkeiten und Grenzen unserer Onlineberatung um. Sollte sich bei KlientInnen ein Therapie- oder über die Onlineberatung nicht aufzufangender Beratungsbedarf herausstellen, kann dies im Kontakt besprochen und die/der Klient/in bei der Suche geeigneter Angebote unterstützt werden.

Auf gesellschaftlicher Ebene trägt unsere virtuelle Beratungsstelle folglich dazu bei, familiären Überlastungen und sekundären Gesundheitsrisiken vorzubeugen, kollektives Wissen nutzbar zu machen und das Thema Essstörungen im gesellschaftlichen Bewusstsein zu enttabuisieren.