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Die Podcasts „Essgeschichten“

Willkommen bei unserem Projekt “Essgeschichten”. Hören Sie in etwa 10-minütigen Podcasts, wie Angehörige Einblicke in ihre Erfahrungen mit der Essstörung eines geliebten Menschen gewähren. Prominente geben dabei den Angehörigen ihre Stimme.

Klicken Sie sich in der Leiste einfach durch die Namen der prominenten SprecherInnen und hören Sie in die Geschichten rein!

Nina Petri spricht
KATHARINA

Esssgeschichten Podcasts Essstörungen

„Am liebsten hätte ich ihr wieder die Flasche gegeben…“

Katharina* (53), Mutter von Marie* (18):

„Für mich ist es immer noch total unwirklich, dass meine Tochter überhaupt diese Krankheit hat und in eine Klinik gehen musste. Aber andererseits war ich auch erleichtert, denn ich habe wirklich gedacht: „Mein Kind steht neben mir und verhungert!“ Ich wusste, dass ich nichts mehr für sie tun konnte.“

*Namen geändert

Über Nina Petri

Die Schauspielerin Nina Petri trat in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen auf, u.a. mehrfach im „Tatort“ sowie in den Kinofilmen „Emmas Glück“ (2006) und „Der blinde Fleck“ (2007). Sie drehte mit Regisseuren wie Tom Tykwer, Doris Dörrie und Sönke Wortmann. 2015 spielte sie am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater das Stück „Gift“. Als Hörbuchsprecherin sprach sie z.B. die Romane „Mieses Karma“ von David Safier und „Sturmtöchter“ von Josephine Pennicott ein. Nina Petri tritt auch als Sängerin auf.

Ich engagiere mich für Waage e.V., weil es wichtig ist, Betroffenen und ihren Angehörigen dabei zu helfen, wieder ein gesundes und liebevolles Verhältnis zu ihrem Körper und zum Essen zu bekommen und zu wissen, dass sie mit dem Problem Essstörung nicht allein gelassen werden.

Maria Ketikidou spricht
KATRIN

© Thorsten Jander

© Thorsten Jander

 

„Diese Hilflosigkeit ist sehr schwer auszuhalten.“

Katrin* (51), Mutter von Sarah* (26)

„Das einzige, was ich tun kann, ist, für Sarah da zu sein. Das ist wie ein großer Raum: Ich stehe in der Mitte mit offenen Armen und zeige: Du kannst kommen, ich bin für dich da! Ich laufe zwar auch nicht auf dich zu, aber ich bin immer da, wenn du mich brauchst.“

*Namen geändert

Über Maria Ketikidou

Schauspielerin Maria Ketikidou wurde vor allem durch die ARD Fernsehserien „Sterne des Südens“ und „Großstadtrevier“ bekannt. Seit 1991 spielt sie dort an der Seite von Jan Fedder die Polizistin Harry Möller. Sie kam als 15jährige zum Film, nachdem sie sich ohne jede Vorkenntnisse für die Hauptrolle in dem Ruhrgebietsfilm „Die Heartbreakers“ bewarb. Es folgten Hauptrollen in mehreren Fernsehfilmen. 2009 hatte Maria Ketikidou gemeinsam mit Jan Fedder einen Gastauftritt in der Komödie „Soul Kitchen“ von Fatih Akin.

Ein gestörtes Essverhalten ist meistens ein Zeichen eines tieferliegenden psychischen Problems. Ich unterstütze das Projekt von Waage e.V., weil es Frauen hilft, das Tabu zu brechen, endlich darüber zu reden, was sie belastet und sich verdrängten Emotionen wie Angst, Wut und Trauer zu stellen. Ich hoffe, dieses Projekt hilft ihnen dabei, den Mut zu finden, sich selbst zu therapieren oder sich therapieren zu lassen, um wieder ein gesundes, positives Selbstwertgefühl aufzubauen.

Bettina Tietjen spricht

GESINE

Foto-Bettina-Tietjen (2)

„Man sollte sich auf den Weg machen und nicht die Augen verschließen“

Gesine* (48), Mutter von Jana* (18)

„Angefangen hat es mit diesen typischen gesellschaftlichen Bildern: Wenn mein Bauch soundso aussieht, dann bekomme ich auch die Anerkennung der anderen. Dann bin ich toll. So hat Jana es wirklich gesehen! Und tatsächlich hat sie es ja auch geschafft. Sie hatte die Selbstdisziplin und die Kontrolle über ihren Körper!“

 

*Namen geändert

Über Bettina Tietjen

Seit 1993 gehört Bettina Tietjen zum Moderatoren-Team des NDR Fernsehens. Sie ist Gastgeberin auf dem Roten Sofa der Sendung „DAS!“, und moderierte darüber hinaus u.a. das TV-Quiz „Wer hat´s gesehen?“, die Talk-Formate „30 Minuten mit…“ und „Der Stammtisch“ sowie diverse Shows (u.a. „Der große Chor-Wettbewerb“, „Weihnachten mit Jan Fedder“). Zusammen mit NDR-Koch Rainer Sass präsentiert sie regelmäßig „DAS kocht“, sie moderierte auch die Kochsendung „Und es schmeckt doch“ im WDR Fernsehen.

Seit 1997 empfängt Bettina Tietjen am Freitagabend im NDR Fernsehen zusammen mit einem Talkpartner Gäste in Hannover. Seit 2008 führt sie auch spannende Gespräche im Radio, jeden Sonntagmorgen bei „Tietjen talkt“ auf NDR 2.

Im März 2015 erschien Bettina Tietjens zweites Buch „Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich“.

 

 

Wenn eine Mutter ohnmächtig zusehen muss, wie ihre Tochter sich allmählich zu Tode hungert und die Sprachlosigkeit wie eine Mauer zwischen den beiden steht - dann brauchen beide dringend Hilfe! Ich unterstütze Waage e.V., weil man manchmal Profis braucht, um zu überleben.

Marek Harloff spricht

JAN

Portraet_Marek_Harloff

© Bianca Hobusch

„Wie ein Dämon, der einen fies angrinst“


Jan* (40), Ehemann von Johanna* (37) und Vater von Carla* (4)

„Immer, wenn ich gerade von Johanna maßlos genervt oder verletzt bin, dann kommt es mir so vor, als säße da so ein kleiner Dämon, der mich fies angrinst und sagt: „Hier bin ich wieder! Du willst mich nicht sehen, ich geh aber nicht weg!“ Und irgendwann vermischen sich dann die eigene Frau und der Dämon zu einer einzigen Gestalt.“

 

*Namen geändert

Über Marek Harloff

Der Schauspieler, Musiker und Synchronsprecher Marek Harloff spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. mehrfach im „Tatort“, im „Polizeiruf 110“, „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2011) sowie in Kinofilmen ua.  „Ghosted“ (2009) und „Vergiss Amerika“ (2000).

 

Als Theaterschauspieler trat er im Schauspiel Köln, Deutschem Theater Berlin  im Thalia Theater und im Hamburger Schauspielhaus auf. Zusammen mit Jan Plewka und Stephan Eggert gründete er 2004 die Band TempEau.

 

Ich denke, dass Essstörungen ein sehr tabuisiertes Thema sind - in den Medien, aber auch im Alltag. Diese Krankheit ist aber zunehmend gegenwärtig. Dabei geht es nicht darum, dünn zu sein wie ein knochiges Model, sondern sich und seinen Körper zu regieren oder einfach unsichtbar zu sein, aus Gründen, die tief in der Dunkelheit der Seele verborgen liegen. Diesen Abgründen kann man sich leichter stellen und sie bekämpfen, wenn eine vehement größere Akzeptanz für und Kenntnis über diese Krankheit existieren würde. Dass sollte ein Ziel sein, in einer Welt, in der es hauptsächlich darum geht, gut zu funktionieren und makellos zu sein.``

Sie möchten mehr zum Projekt erfahren?

Besuchen Sie die Mediathek von Waage e.V. und erfahren Sie alle Hintergründe rund um das Projekt „Essgeschichten“. Hier finden Sie auch die Essgeschichten von und für Betroffene, ebenfalls von Hamburger Prominenten gelesen.